Tipps für den Hausbau

Hausbau planen – Versicherungen für Bauherren

Hier möchten wir Sie über die Bauherrenhaftpflicht und die Bauleistungsversicherung informieren, die für Sie als Bauherren essentielle Versicherungen sind, und Ihnen mit dem Treuhandservice speziell für den Bau eine weitere Absicherungsoption vorstellen, die Ihre finanzielle Sicherheit beim Hausbau erhöht.

Tipps!

1.) Eine gute Bauherrenhaftpflicht hat eine hohe Deckungssumme, sodass auch große Schäden abgesichert sind.

2.) Eigenleistungen beim Hausbau müssen gegenüber der Versicherung angegeben werden. Die Versicherung wird bei Eigenleistungen von einem erhöhten Schadensrisiko ausgehen und höhere Prämien ansetzen. Verschweigen Sie aus diesem Grund der Versicherung, dass Sie selbst mit dabei anpacken, das Haus zu bauen, besitzt der Versicherungsschutz keine Gültigkeit.

Bauherrenhaftpflicht

Die Bauherrenhaftpflicht, auch Bauherrenversicherung genannt, deckt Schadensersatzansprüche ab, die Dritte gegen Sie als haftbaren Bauherren erheben.

Denken wir an Baustellen, hat sicher jeder von uns die gelben Schilder mit der Aufschrift „Betreten verboten! Eltern haften für Ihre Kinder“ im Kopf (ein Schild, das im Übrigen den Bauherren nicht von seiner Haftbarkeit entbindet). Und schon kleinen Kindern ist vollkommen klar, dass Personen, die auf der Baustelle arbeiten, Bauhelme tragen – ganz so wie ein berühmter und medial präsenter Baumeister.

Beide Assoziationen zeigen schon auf die Schnelle, dass die Baustelle ein nicht ungefährlicher Ort ist, an dem Gefahren von herunterfallenden Gegenständen oder nicht abgesicherten Fallhöhen ausgehen.

Durch diesen Umstand kann es dazu kommen, dass Sachen Schaden nehmen oder – der tragischere und im Anschluss auch finanziell einschneidendere Fall – Personen Unfälle erleiden (in einem der negativsten Szenarien mit Verlust der Arbeitsfähigkeit der verunfallten Person und zu entrichtender Rentenzahlung). Für beide Fälle haften Sie als Bauherr und stehen in der Pflicht, den Schaden zu begleichen.

Die Bauherrenhaftpflicht versichert Sie beim Hausbau gegen diese Szenarien von Schäden an Sachen, Vermögen und Personen, indem sie die Zahlungen im Schadensfall übernimmt oder unberechtiger Weise erhobene Forderungen abweist.

Die Bauleistungsversicherung für Bauherren und Bauherrin

Während die Bauherrenhaftpflicht Schäden an Dritten absichert, ist es das Ziel der Bauleistungsversicherung – auch Bauwesenversicherung genannt –, Schäden am Bauobjekt selbst zu versichern, die während des Hausbaus oder -umbaus entstehen können. Beispielsweise, wenn nach starkem Regen Wasser in den Keller dringt oder bereits eingebaute Materialien über Nacht beschädigt, zerstört oder gestohlen werden.

Die Bauleistungsversicherung versichert Schäden, die durch höhere Gewalt wie Unwetter oder Hochwasser, Konstruktions- und Materialfehler, Diebstahl oder Vandalismus entstanden sind.

Tipps:

  • 1.) Für Sie als Bauherr ist es besser, wenn Ihre Selbstbeteiligung nicht als prozentualer Satz der Schadenssumme vereinbart ist, sondern als Pauschalbetrag. Dann haben Sie bei größeren Schäden keine immens wachsenden Beteiligungen zu fürchten.
  • 2.) Feuer wird von der Bauleistungsversicherung nicht versichert. Hierfür gibt es z.B. die Feuerrohbauversicherung.

Die Bauherrenhaftpflicht und die Bauleistungsversicherung gelten in der Regel für die gesamte Phase des Hausbaus, vom ersten Spatenstich bis zur Bauendabnahme. Sie sind als unverzichtbar anzusehen, um sich als Bauherr nicht dem Risiko des finanziellen Ruins auszusetzen, wenn ein Schadensfall eintreten sollte. In der Breite ist es den Bauherren selbstverständlich, ihr Haus vernünftig geschützt durch diese beiden Versicherungen zu bauen.

Wir möchten Ihnen folgend eine weitere Option zeigen, wie Sie als Bauherr Ihre Absicherung komplettieren können, um weitere Schadens- und Problemfälle auszuschließen, die von den beiden bereits vorgestellten Versicherungen nicht abgedeckt werden: die Abwicklung des Bauvorhabens über einen auf das Bauwesen spezialsierten Treuhandservice.

Treuhandservice

Für den Bau

Ein Treuhandservice ist eine Dienstleistung zur Absicherung einer Transaktion zwischen einem Auftraggeber und einem Auftragnehmer. Der Treuhänder fungiert dabei als Mittlerinstanz, die für beide Seiten finanzielle Sicherheit garantieren und vor Rechtsstreitigkeiten bewahren soll. Um das Vorgehen plastisch nachvollziehbar zu machen, sei es nachfolgend direkt am Beispiel eines Bauprojektes gezeigt.

Der Bauherr, der sich ein Haus bauen möchte, schließt mit einem Bauunternehmer, der das Haus bauen soll, einen Vertrag über diese Leistung ab. Sie entscheiden sich dafür, die Transaktion über einen Treuhandservice abzusichern und erteilen dem Treuhandservice den Treuhandauftrag. Der Bauherr zahlt die Auftragssumme für das Bauprojekt auf das Treuhandkonto ein, das für beide Parteien – den Bauherren genauso wie den Bauunternehmer – einsehbar ist. Erst wenn das Bauprojekt vom Bauunternehmen ohne Qualitätsmängel abgeschlossen wurde und die Bauendabnahme erfolgt ist, wird die Auftragssumme vom Treuhandkonto an das Bauunternehmen ausgezahlt.

Vorteile für den Bauherren

Die Vorteile für den Bauherren liegen auf der Hand: die Auftragssume, die er für das Bauprojekt bezahlt, geht nicht sofort in den Besitz des Bauunternehmers über, sondern wird zunächst auf dem Treuhandkonto einbehalten. Solche Vorabzahlungen sind für den Bauherren ohne Absicherung durch eine Treuhand sehr risikoreich. Abschreckend ist die Möglichkeit, dass die Leistung bereits bezahlt, in der Nachfolge aber vom Bauunternehmen nicht erbracht wird, etwa wenn das Bauunternehmen während der Bauphase insolvent wird. Dann ergeben sich große Schwierigkeiten, die Geldsumme zurückzuerhalten. In manchen Fällen ist dies gar unmöglich und nicht von üblichen Versicherungen beim Hausbau wie der Bauherrenhaftpflicht oder der Bauleistungsversicherung abgesichert. Die Abwicklung über einen Treuhandservice schließt dieses Szenario aus, da die Auftragssumme erst nach Abschluss des Bauprojektes an den Bauunternehmer gezahlt wird. Erbringt dieser die vertraglich vereinbarte Leistung nicht, geht das Geld zurück in den Besitz des Bauherren als Auftraggeber.

Minimieren Sie das Risiko

Vermeiden Sie finanzielle Verluste!

Auch dem Risiko, dass die Leistung des Bauunternehmens mangelhaft ist und das gebaute Haus Schäden in Form von nicht sachgemäß ausgeführten Arbeitsschritten beim Bauen aufweist, die Auftragssumme aber dennoch eingefordert wird, kann der Bauherr auf dem Wege der Abwicklung über einen Treuhandservice entgehen. „Pfusch am Bau“ muss dann vom Bauunternehmer behoben werden, bevor er die Auszahlung der Auftragssumme vom Treuhandkonto erhält.

Die Absicherung des Bauherren beim Hausbau über einen Treuhandservice schafft somit finanzielle Sicherheit und verhindert, dass Komplikationen aufgrund von Baumängeln zu kosten- und zeitintensiven Rechtsstreitigkeiten führen. Sie ist damit eine sinnvolle Ergänzung zur Bauherrenhaftpflicht und zur Bauleistungsversicherung.

In eigener Sache:

Wenn Sie weitere Informationen zu Treuhandservices für den Bau und deren Modalitäten suchen, würden wir uns freuen, wenn Sie einen Blick auf die Seiten des Fairpay-Treuhandservices werfen würden.